KI-Barometer · Methodik

Methodik des KI-Barometers

Zur Einordnung: Diese Seite misst KI-Sichtbarkeit, nicht juristische Qualität. Eine Platzierung sagt nichts über Kompetenz, Mandate oder Reputation einer Kanzlei.

Faktisch und überprüfbar: Jede Nennung lässt sich gegen die gespeicherte Rohantwort mit Zeitstempel prüfen, jede Punktzahl ist nach den unten beschriebenen Regeln nachvollziehbar.

Momentaufnahme. KI-Plattformen antworten nicht jedes Mal gleich. Antworten ändern sich über die Zeit, zwischen Sitzungen und nach Aktualisierungen der KI-Modelle.

Wiederholung ist nur näherungsweise möglich. Auch bei identischen Prompts können KI-Plattformen andere Antworten liefern; massgeblich für das Ranking ist deshalb die gespeicherte Rohantwort mit Zeitstempel.

Keine Empfehlung durch KI-Barometer. Wenn wir von «empfohlen» sprechen, bedeutet das: Eine Kanzlei erscheint in der Antwort einer KI-Plattform auf eine Empfehlungsfrage und wird nach den unten beschriebenen Regeln als Empfehlung gewertet. Der KI-Barometer spricht selbst keine Empfehlung aus.

Barometer-Methodik in Kürze

PlattformenChatGPT, Perplexity, Gemini, Copilot, Grok und Google KI-Übersichten
RhythmusWöchentlich
Umfang9 Städte, 6 Fachgebiete plus eine allgemeine Anwaltssuche
AbfragenStandardisierte Fragen in einem neuen Browserfenster ohne frühere Abfragedaten
Punktzahl0 bis 100 pro Messfeld, gewichtet nach Rangposition und Einordnung der Nennung
DatenbasisGespeicherte KI-Antworten mit Zeitstempel, normalisierte Firmennamen
HostingDatenbank und Anwendungen bei UP Network, Schweiz. Öffentliche statische Website via Cloudflare.
KorrekturenManuelle Prüfung anhand von Rohantworten, Zeitstempeln und Zuordnungsregeln

Was misst der KI-Barometer nicht?

Der KI-Barometer misst keine Qualitätsaussagen über Kanzleien. Weder fachlich, kommerziell noch reputativ. Konkret nicht gemessen werden:

  • juristische Qualität oder Kompetenz
  • Mandatserfolg oder Prozesserfolg
  • Kundenzufriedenheit
  • Reputation ausserhalb der gemessenen KI-Antworten

Kanzleien können keine Platzierung kaufen. Die Punktzahl wird nicht manuell verbessert und nicht durch Kundenbeziehungen zu WebEvolve beeinflusst.

Wie misst der KI-Barometer KI-Sichtbarkeit?

Sechs frei zugängliche KI-Plattformen werden wöchentlich abgefragt. Die Messung läuft über die Benutzeroberfläche, nicht über technische API-Schnittstellen der Anbieter:

  • ChatGPT (OpenAI)
  • Perplexity
  • Gemini (Google)
  • Copilot (Microsoft)
  • Grok (xAI)
  • Google KI-Übersichten

Jede Abfrage läuft in einem neuen Browserfenster ohne frühere Abfragedaten: keine gespeicherten Browserdaten, kein Zwischenspeicher, keine Anmeldung. Gemessen wird dieselbe Frage in der frei zugänglichen Oberfläche der jeweiligen Plattform.

Wir verwenden zwei Arten standardisierter Fragen:

  • Allgemein: «Empfiehl mir einen Anwalt in Zürich»
  • Fachgebiet: «Empfiehl mir einen Anwalt für Mietrecht in Zürich»

Die Abfragen sind bewusst einfach gehalten. Wir verzichten auf qualifizierende Attribute wie «günstig», «erfahren» oder «spezialisiert», um einen möglichst neutralen Basisvergleich zu ermöglichen.

9 Städte, 6 Fachgebiete plus eine allgemeine Anwaltssuche, identisch für alle Plattformen. Die sichtbare Antwort wird mit Zeitstempel gespeichert. Datum der letzten Messung steht auf jeder Seite.

KI-Systeme werden zunehmend als Empfehlungskanal genutzt. Bei Rechtsdienstleistungen ist es im öffentlichen Interesse nachvollziehbar zu machen, welche Anbieter dort sichtbar werden und nach welcher Methode diese Sichtbarkeit gemessen wird.

Wann zählt eine Kanzlei als genannt?

Eine Kanzlei zählt als genannt, wenn sie in einer KI-Antwort klar erwähnt ist. Reine Quellen- oder Linklisten zählen nicht als Empfehlung.

Firmennamen werden normalisiert und gegen unsere Kanzlei-Zuordnung abgeglichen. Auswertungen für einzelne Städte und die Schweiz insgesamt führen Kanzleien primär über die Webadresse zusammen, ersatzweise über den Namen.

Wie wird die Punktzahl berechnet?

Pro Messfeld (Stadt × Kategorie) verteilen sich 100 Punkte gleichmässig auf die sechs KI-Plattformen. Jede Plattform kann maximal 16,67 Punkte beitragen. Die Punktzahl einer Kanzlei pro Messfeld setzt sich aus diesen Plattform-Beiträgen zusammen.

Ein Messfeld ist eine Kombination aus Stadt und Kategorie, zum Beispiel Bern × Mietrecht oder Zürich × Allgemein. Pro Messfeld messen wir, wie sechs KI-Plattformen dieselbe Frage beantworten. Daraus entsteht eine Punktzahl zwischen 0 und 100.

Pro Plattform sind maximal 16,67 Punkte möglich (100 ÷ 6).

1. Rangposition (75 %): wo erscheint die Kanzlei in der KI-Antwort?

Wir bewerten linear von Platz 1 (volle Punkte) bis Platz 15 (7 %). Plätze nach Position 15 erhalten einen Restwert von 5 %.

Formel: Faktor = max(0,05; (16 − Position) ÷ 15)

Positionsfaktoren (Platz 1–16+)

1 → 1,00 · 2 → 0,93 · 3 → 0,87 · 4 → 0,80 · 5 → 0,73 · 6 → 0,67 · 7 → 0,60 · 8 → 0,53 · 9 → 0,47 · 10 → 0,40 · 11 → 0,33 · 12 → 0,27 · 13 → 0,20 · 14 → 0,13 · 15 → 0,07 · 16+ → 0,05 (Restwert)

2. Einordnung der Nennung (25 %): wie beschreibt die KI die Kanzlei?

Ein zweiter Prüfschritt liest das Zitat der KI zu jeder Kanzlei und vergibt eine von vier Stufen. Die Beispiele beschreiben mögliche Formulierungen in KI-Antworten. Sie sind keine Aussagen des KI-Barometers über eine Kanzlei.

  • klar empfohlen (Faktor 1,00): ausdrückliche Empfehlung im Antworttext, zum Beispiel «besonders häufig empfohlen».
  • empfohlen (Faktor 0,75): positive Empfehlung ohne Superlativ, zum Beispiel «empfehlenswert» oder «häufig genannt».
  • gelistet (Faktor 0,50): sachlich-deskriptive Nennung ohne ausdrückliche Empfehlung, zum Beispiel «spezialisiert auf …».
  • erwähnt (Faktor 0,25): beiläufige Nennung.

Auch eine reine Erwähnung ohne ausdrückliche Empfehlung wird gezählt. Sie zeigt, dass die Kanzlei in diesem Antwortkontext ausgegeben wird. Deshalb erhält «gelistet» 50 %.

Die zwei Komponenten kombiniert

Pro Plattform-Beitrag:

Plattform-Beitrag = (16,67 × Rang-Faktor × 0,75) + (16,67 × Einordnungs-Faktor × 0,25)

Beispiel: eine Plattform, Position 1, Einordnung «empfohlen»:

  • Rang-Anteil = 16,67 × 1,00 × 0,75 = 12,50
  • Einordnungs-Anteil = 16,67 × 0,75 × 0,25 = 3,13
  • Plattform-Beitrag = 15,63

Wer auf allen sechs Plattformen Platz 1 mit Einordnung «empfohlen» belegt, erreicht 6 × 15,63 = 93,75 von 100. Die vollen 100 Punkte erfordern auf jeder Plattform «klar empfohlen».

Gewichtung der Messwochen

Wir messen wöchentlich. Im angezeigten Messwert zählt die aktuelle Kalenderwoche am stärksten:

  • aktuelle KW × 1,00
  • letzte KW × 0,75
  • vorletzte KW × 0,50
  • davor × 0,25

Gesamtpunktzahl

Die Gesamtpunktzahl einer Kanzlei ist die Summe der Messwerte über alle aktiven Filter (Stadt × Kategorie × KI-Plattform). Keine Mittelwerte, keine Umrechnung auf eine gemeinsame Skala. Wer in mehr Messfeldern sichtbar ist und höher punktet, hat eine höhere Gesamtpunktzahl.

Filter ändern den Blickwinkel, nicht die Daten. Sie lassen sich beliebig kombinieren, und die Punktzahl wird live aus den passenden Messfeldern neu summiert. Beispiel: Filter Stadt = Bern zeigt nur Messfelder aus Bern. Filter Plattform = ChatGPT zeigt nur den ChatGPT-Beitrag zur Sichtbarkeit.

Was wird nicht gewertet?

Vor der Bewertung greifen Filter, die nicht zur Anwaltssichtbarkeit zählen:

  1. Nicht berücksichtigte Webadressen: Behörden, Gerichte, Universitäten, Anwaltsverbände, Verlage, geparkte oder inaktive Webadressen und Kanzleien aus anderen Ländern oder Rechtsräumen werden vor der Bewertung entfernt.
  2. Zusammenführung von Spezialseiten: Kanzleien, die mehrere themenspezifische Webadressen betreiben, werden unter ihrer zugeordneten Hauptdomain zusammengeführt, damit eine Kanzlei nicht mehrfach in der Tabelle erscheint.

Woher stammen die Kanzleidaten?

Die Kanzleinamen stammen primär aus den gespeicherten KI-Antworten. Für die Anzeige normalisieren wir Schreibweisen und prüfen Namen und Webadressen gegen öffentlich zugängliche Quellen.

Viele Kanzleien tragen die Namen einzelner Anwältinnen oder Anwälte im Firmennamen. Wir verwenden den Firmennamen, wie er in den zugrunde liegenden öffentlichen Quellen und in unserer geprüften Zuordnung geführt wird. Eine Nennung ist eine Aussage über die Kanzlei, nicht über die Person.

Hosting

Datenbank und Anwendungen bei UP Network, Schweiz. Die öffentliche Rangliste wird als statische Website generiert und via Cloudflare ausgeliefert.

Wie kann eine Kanzlei eine Korrektur beantragen?

Korrekturanfragen werden manuell geprüft und zeitnah beantwortet. Wir prüfen Hinweise anhand der gespeicherten Rohantworten, Zeitstempel und Zuordnungsregeln.

Bitte nennen Sie Kanzleiname, Webadresse, betroffene URL, gewünschte Korrektur und eine kurze Begründung. Wir entfernen Einträge nicht allein deshalb, weil eine Kanzlei mit der Veröffentlichung nicht einverstanden ist. Eine Entfernung kommt nach manueller Prüfung nur in begründeten Ausnahmefällen in Betracht, insbesondere bei falscher Zuordnung, Doppel- oder Identitätskonflikten, nicht mehr aktiver Kanzlei, wenn die zugrunde liegende Rohantwort nicht nachweisbar ist oder wenn im Einzelfall überwiegende rechtliche Interessen betroffener Personen gegen die Veröffentlichung sprechen.

Anfragen über das Feedback-Formular oder per . Antwort innert weniger Werktage.

KI-Barometer ist ein Projekt von WebEvolve. Verantwortlich: Peter Hadorn. Vollständige Anbieterkennzeichnung im Impressum.

Häufige Fragen

Welche sechs KI-Plattformen misst der KI-Barometer?

ChatGPT (OpenAI), Perplexity, Gemini (Google), Copilot (Microsoft), Grok (xAI) und Google KI-Übersichten. Alle in der frei zugänglichen Benutzeroberfläche, nicht über technische API-Schnittstellen der Anbieter.

Wie oft wird gemessen?

Wöchentlich. Für jede Stadt werden eine allgemeine Frage und je eine Fachgebietsfrage an alle sechs KI-Plattformen gestellt. Die sichtbare Antwort wird mit Zeitstempel gespeichert.

Welche Fragen werden den KI-Plattformen gestellt?

Wir verwenden zwei Arten von Fragen: «Empfiehl mir einen Anwalt in [Stadt]» (allgemein) und «Empfiehl mir einen Anwalt für [Fachgebiet] in [Stadt]». Neun Städte, sechs Fachgebiete plus eine allgemeine Anwaltssuche ergeben 63 Messfelder.

Misst der KI-Barometer juristische Qualität?

Nein. Der KI-Barometer misst ausschliesslich Sichtbarkeit in öffentlich zugänglichen KI-Plattformen, nicht juristische Kompetenz, Mandatserfolg oder Reputation.

Woher stammen die Kanzleidaten?

Die Kanzleinamen stammen primär aus den gespeicherten KI-Antworten. Für die Anzeige normalisieren wir Schreibweisen und prüfen Namen und Webadressen gegen öffentlich zugängliche Quellen.

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